WASt-Fachkonferenz „Wir behandeln alle gleich“

„Das Verhältnis von lesbischen und bisexuellen Frauen und Medizin ist historisch betrachtet schwierig und geprägt durch Pathologisierung. Erst 1990 hat die WHO beschlossen, Homosexualität nicht mehr als psychische Krankheit zu definieren. Doch wie sieht es mit der lesbischen und bisexuellen Gesundheit heute aus?

„In unserem Gesundheitssystem finden lesbische Frauen keine gesonderte Berücksichtigung“ stellte der österreichische Frauengesundheitsbericht 2010/2011 fest. „Wir behandeln alle gleich!“ – so der Tenor.

Mit der Fachkonferenz zu „lesbischer und bisexueller Gesundheit“ will die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt) kritisch hinterfragen:

  • Reicht es aus, einfach alle gleich zu behandeln?
  • Sind die Angebote im Gesundheitsbereich wirklich für alle gleich gut nutzbar?
  • Welche Folgen hat es, wenn das medizinische Fachpersonal – so der österreichische Frauengesundheitsbericht – wenig über Lebenslagen, gesundheitsbezogene Bedürfnisse und spezifische Krankheitsrisiken von Lesben und bisexuellen Frauen weiß?
  • Was bedeutet es für die Gesundheit von lesbischen und bisexuellen Frauen und deren Krankheitsprävention, wenn es nur relativ wenig wissenschaftliche Studien zu deren Gesundheitsverhalten und Krankheitsrisiken gibt?
  • Welche Auswirkungen haben Diskriminierungs- und Marginalisierungserfahrungen auf die psychische und physische Gesundheit?“

Auch die Leitung des Regenbogenfamilienzentrums Wien wird mit einem Kurz-Input zum Thema „Regenbogenfamilien gestern und heute“ vertreten sein. Wir freuen uns auf eine spannende Veranstaltung.

  • Wann: 16.11.18 von 09:00-16:30
  • Wo: Wiener Rathhaus, Lichtenfelsgasse 2
  • Anmeldung: 01 4000 81449 oder per E-Mail an wast@gif.wien.gv.at

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