Kinder in Regenbogenfamilien – Themenschwerpunkt in Fachzeitschrift „frühe Kindheit“

20171112_181806Die Deutsche Liga für das Kind widmet die aktuelle Ausgabe ihrer Fachzeitschrift „frühe Kindheit“ ganz dem Thema Kinder in Regenbogenfamilien. Bezugnehmend auf nach wie vor existierende Vorbehalte in der Gesellschaft gegenüber von Regenbogenfamilien verweisen Dr. Sabine Walper und Dr. Jörg Maywald, Präsidentin und Geschäftsführer der Deutschen Liga für das Kind in ihren einleitenden Worten darauf, dass in zahlreichen Untersuchungen gezeigt wurde,

„…dass sich Kinder aus Regenbogenfamilien kaum von denen in anderen Familien unterscheiden. Denn für das Wohl des Kindes ist in erster Linie die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung entscheidend, nicht die sexuelle Orientierung der Mütter und Väter.“

Das Heft bietet umfangreiches Material zum Thema: Die Präsentation wichtiger Ergebnisse der BMJ-Studie (Universität Bamberg, 2006-2009) über Lebensrealitäten von Regenbogenfamilien in Deutschland durch Pia Bergold und Andrea Buschner zeigt die vielfältigen Familienformen unter dem Regenbogen, gibt Einblick in innerfamiliäre Beziehungsstrukturen und geht speziell auf die Erfahrungen der Kinder ein.  In weiteren Beiträgen von Katja Irle, Dorett Funcke, Stephanie Gerlach sowie Uli Streib-Brzic werden weitere Perspektiven auf diese Familienform zugänglich gemacht: Familienforschung, Elternschaft und Kindeswohl, Babyboom, die Erfahrungen von Kindern. Udo Rauchfleisch, klinischer Psychologe und Psychotherapeut nimmt im Interview zu aktuellen Entwicklungen Stellung und zeigt den weiteren (politischen) Handlungsbedarf auf.

Im Praxisteil werden das Regenbogenfamilienzentrum Berlin, das Regenbogenfamilienzentrum Wien sowie die Plattform Familyship vorgestellt.

Das Heft liegt bei uns im RbFZ Wien zur Ansicht auf. Zu bestellen ist es über die Homepage der Deutschen Liga für das Kind.